Zink für Pferde – Zinkoxid oder Zinkchelat

Zink für Pferde – Zinkoxid oder Zinkchelat

Erstveröffentlichung: März 2025
Überarbeitet und aktualisiert: Juni 2026

Zink ist ein essentielles Spurenelement, das für zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper des Pferdes unentbehrlich ist. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Wundheilung, dem Immunsystem, der Haut- und Fellgesundheit sowie der Bildung von Enzymen und Proteinen. Doch nicht jede Zinkquelle ist gleichwertig. In der Pferdefütterung werden häufig zwei Formen verwendet: Zinkoxid und Zinkchelat. Doch welche Variante ist die bessere Wahl? In diesem Artikel vergleichen wir beide Formen hinsichtlich ihrer Bioverfügbarkeit und möglichen Risiken.

Bioverfügbarkeit: Wie gut wird Zink aufgenommen?

Die Bioverfügbarkeit beschreibt, wie gut ein Nährstoff vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen Zinkoxid und Zinkchelat:

  • Zinkoxid ist eine anorganische Zinkverbindung, die in vielen Mineralfuttern enthalten ist. Es ist vergleichsweise kostengünstig und stabil, wird jedoch vom Darm des Pferdes nur begrenzt aufgenommen. Aufgrund seiner geringen Wasserlöslichkeit steht nur ein vergleichsweise kleiner Teil des enthaltenen Zinks tatsächlich für die Aufnahme zur Verfügung.
  • Zinkchelat ist eine organische Verbindung, bei der das Zink an Aminosäuren oder andere organische Moleküle gebunden ist. Diese Struktur ermöglicht eine wesentlich effizientere Aufnahme im Darm. Organisch gebundenes Zink wird vom Pferdekörper besser erkannt und kann daher effektiver in die Stoffwechselprozesse integriert werden. 

Mögliche Risiken und Verträglichkeit

Neben der Bioverfügbarkeit spielt auch die Verträglichkeit eine wichtige Rolle:

  • Zinkoxid kann in höheren Dosierungen zu Magen-Darm-Reizungen führen, da es schlecht wasserlöslich ist und sich in größeren Mengen im Darm ansammeln kann. Zudem besteht das Risiko, dass nicht absorbiertes Zinkoxid mit anderen Mineralstoffen und Spurenelementen interagiert und deren Aufnahme hemmt.
  • Zinkchelat ist aufgrund seiner besseren Aufnahmefähigkeit oft verträglicher. Durch die bessere Aufnahme kann bereits mit geringeren Mengen eine bedarfsgerechte Versorgung erreicht werden. Zudem sind organische Zinkverbindungen weniger reaktiv mit anderen Mineralstoffen und Spurenelementen, wodurch sie das Nährstoffgleichgewicht nicht so stark beeinflussen.

Welche Form ist die bessere Wahl?

Zinkchelat bietet aufgrund seiner deutlich höheren Bioverfügbarkeit und besseren Verträglichkeit Vorteile für alle Pferde. Während Zinkoxid in Futtermitteln aufgrund seines günstigen Preises weit verbreitet ist, kann es mit der hohen Verwertbarkeit von Zinkchelat nicht mithalten. Besonders das Proteinhydrolysat-Zinkchelat, wie es in SOLO Zink enthalten ist, stellt eine besonders stabile und hochwertige Form dar, die eine gleichmäßige Zinkversorgung gewährleistet.

Fazit

Für eine optimale Zinkversorgung ist Zinkchelat die eindeutig bessere Wahl. Die deutlich höhere Bioverfügbarkeit und die bessere Verträglichkeit machen es für alle Pferde zur empfehlenswerten Option. Eine gezielte Supplementierung mit hochwertigem Zinkchelat trägt dazu bei, Mängel zu vermeiden und die Gesundheit des Pferdes langfristig zu unterstützen.

 

Lesen Sie auch unseren Artikel Zinkbedarf von Pferden – die optimale Zinkversorgung 

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