Kräuterlexikon

Die beschriebenen traditionellen Anwendungen beruhen auf überliefertem Erfahrungswissen und ersetzen keine individuelle Beratung durch einen Tierarzt oder Futterberater.

Kräuterwissen im Detail

Andorn

Marrubium vulgare

Traditionelle Verwendung: Kotwasser, Weidedurchfall, Durchfall, Husten

Andorn ist eine Pflanze, die seit Jahrhunderten für ihre vielfältigen medizinischen Eigenschaften geschätzt wird. Die Heilwirkungen des Andorns erstrecken sich auf verschiedene Bereiche der Gesundheit und machen ihn zu einer beliebten Wahl in der Naturheilkunde.

Eine der herausragenden Eigenschaften des Andorns ist seine schleimlösende Wirkung. Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle und Bitterstoffe können dazu beitragen, festsitzenden Schleim in den Atemwegen zu lösen. Dies macht Andorn besonders nützlich bei der Behandlung von Atemwegsproblemen wie Husten, Bronchitis und Asthma. Die beruhigenden Eigenschaften tragen dazu bei, Reizungen zu lindern und die Atmung zu erleichtern.

Darüber hinaus wird Andorn oft zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Die Bitterstoffe in der Pflanze können die Produktion von Verdauungssäften anregen und somit die Verdauung fördern. Dies kann besonders hilfreich bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Magenkrämpfen sein.

Anis

Pimpinella anisum

Traditionelle Verwendung: bei Husten, Koliken, Gasansammlungen/Blähungen

Die Heimat des Anis ist der Orient. Er wird aber nicht nur in Asien, sondern auch in Europa und Amerika in großen Mengen angebaut. Anis wird vor allem wegen seiner ätherischen Öle (Anethol) geschätzt, die in den Früchten zwischen 2 und 3% enthalten sind. Diese wirken entblähend, auswurffördernd, krampflösend, sekretlösend, antibakteriell, antiviral und antimykotisch. Deshalb wird Anis vor allem bei Blähungen, Koliken und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Artischocke

Cynara scolymus

Traditionelle Verwendung: Blähungen, Gasansammlungen im Darm, Funktionsstörungen der Leber, Leberstoffwechsel verbessernd, Lebervergiftungen, EMS, Gefäßerkrankungen

Die Artischocke stammt ursprünglich vom afrikanischen Kontinent und wird seit dem 15.Jahrhundert in Mitteleuropa kultiviert. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre enthaltenen Bitterstoffe, Schleim- und Gerbstoffe aus. Des Weiteren enthält sie Flavonoide ist reich an Vitamin A, C und E, Inulin und Mineralstoffen. Die Inhaltsstoffe der Artischocke wirken antioxidativ, galleanregend, leberschützend, lipid- und zuckersenkend, verdauungsfördernd, appetitanregend und harntreibend. Entsprechend verwendet man sie bei Blähungen und Gasansammlungen, zur Unterstützung der Leber, Appetitlosigkeit, Stoffwechselerkrankungen wie EMS und zur Verdauungsförderung.

Baldrian

Valeriana officinalis

Traditionelle Verwendung: beruhigend

Vom Baldrian werden ausschließlich die Wurzeln verwendet. Sie enthalten ätherisches Öl, Valerensäure und geringe Mengen Alkaloide. Wie bei vielen anderen Heilpflanzen kann keiner bestimmten Substanz des Baldrians die entscheidende Heilwirkung zugesprochen werden, sondern die Gesamtheit der Inhaltsstoffe ruft die Heilwirkung hervor. Seine Inhaltsstoffe wirken beruhigend, muskelentspannend, krampf- und angstlösend. So wird Baldrianwurzel bei nervös bedingten Schmerzen und Koliken und zur Beruhigung eingesetzt.

Bierhefe

  • natürliche Versorgung mit B-Vitaminen, essentiellen Aminosäuren und Spurenelementen
  • Unterstützung der Darmflora
  • für gesunde Haut, schönes Fell und intakte Hufe

Birkenblätter

Betula pendula

Traditionelle Verwendung: blureinigend, harntreibend

Der Hauptwirkstoff der Birkenblätter sind die Flavonoide. Sie werden ergänzt durch Saponine, Gerbstoffe, ätherisches Öl und Bitterstoffe. Diese wirken harntreibend, leicht antibakteriell, entzündungshemmend, leicht entgiftend und abschwellend. Birkenblätter werden hauptsächlich zur Durchspülungstherapie genutzt, da die Inhaltsstoffe die Nieren nicht reizen, aber doch zur vermehrten Harnbildung anregen. Auch zur Vorbeugung von Nierengrieß oder Nierensteinen können Birkenblätter eingesetzt werden. Weiterhin finden Sie Verwendung zur Stärkung der Abwehrkräfte, Anregung des Stoffwechsels und bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose oder Hufrehe.

Brennnessel

Urtica Urens

Traditionelle Verwendung: blutreinigend, blutbildend, milchbildend

Die Brennessel ist eine der ältesten Heil- und Nutzpflanzen überhaupt. Außer in der Antarktis, findet man sie auf der ganzen Welt. Ihren schlechten Ruf bekam sie durch ihre mit Brennflüssigkeit gefüllten Nesseln, die schon bei kleinster Berührung brechen und ihre Brennflüssigkeit in die entstandene Wunde abgeben. Diese besteht in der Hauptsache aus Kieselsäure (Siliziumdioxid). 

Silizium wird für viele Aufgaben im  Organismus benötigt und muss immer wieder mit der Nahrung zugeführt werden. Aber nicht nur die Kieselsäure macht die Brennessel so wertvoll. Brennesseln besitzen einen hohen Anteil Flavonoide, welche die Zellen schützen und als Radikalfänger fungieren. Weiterhin enthält sie viele Vitalstoffe wie  Magnesium, Kalzium, Silizium, Eisen, Vitamin A und C (ca. 7x mehr als eine Orange) und sehr viel Eiweiß (in der Trockenmasse bis  40 % Eiweißanteil). 

In der Pflanzenheilkunde wird die Brennessel aufgrund ihrer entzündungshemmenden, harntreibenden und Stoffwechsel anregenden Wirkungen gern bei Harnwegserkrankungen, degenerativen Gelenkerkrankungen, Hauterkrankungen, Sommerekzem, Mauke,  Anämie,… eingesetzt. 

Zudem stellt sie einen natürlichen Mineralstofflieferanten dar und kann gut  zur täglichen Ergänzung mit Mineralstoffen genutzt werden. 

Bockshornklee

Trigonella foenum graecum

Traditionelle Verwendung: immunstärkend, Blutzuckerspiegel regulierend, entzündungshemmend, reizmildernd, antiseptisch, abschwellend (Ödeme), milchtreibend, sorgt für Fellglanz und gutes Hufhorn, auch äußerlich als Brei anwendbar

Bockshornklee wächst wild und kultiviert in ganz Europa bis Zentralasien. Es werden ausschließlich die Samen dieser Pflanze verwendet. Sie enthalten vor allem Schleimstoffe, Proteine und Fette sowie Steroidsaponine, ätherisches Öl, Flavonoide, Sterole und Bitterstoffe. Bockshornkleesamen wirken entsprechend immunstärkend, entzündungshemmend, Blutzucker regulierend, milchtreibend und sekretionsfördernd. Deshalb werden sie vor allem als Kräftigungsmittel, bei schlechter Milchproduktion und Stoffwechselerkrankungen wie EMS oder Hufrehe eingesetzt.

Curcuma / Kurkuma

Curcuma longa

Traditionelle Verwendung: zur Magenstärkung, Unterstützung von Leber und Galle, entzündungshemmend, antimikrobiell, natürliches Antioxidanz, Neutralisation freier Radikale und verzögert die Zellalterung im Körper, Unterstützung der Fettverdauung und der Darmflora, Unterstützung der Bauchspeicheldrüse

Kurkuma, auch als Gelbwurz bekannt, ist eine Pflanze, deren Wurzeln in der traditionellen Medizin vielfältig genutzt werden. Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist das Curcumin, das der Pflanze ihre charakteristische gelbe Farbe verleiht und für viele gesundheitliche Vorteile verantwortlich ist.

Eine der herausragenden Heilwirkungen von Kurkuma ist seine entzündungshemmende Eigenschaft. Curcumin wirkt auf molekularer Ebene, indem es verschiedene Entzündungsmarker im Körper reduziert. Dies macht Kurkuma zu einem vielversprechenden Naturheilmittel bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis.

Darüber hinaus wird Kurkuma eine positive Wirkung auf die Verdauung zugeschrieben. Es fördert die Produktion von Gallenflüssigkeit, was die Verdauung von Fetten unterstützt. Dies kann besonders für Menschen mit Verdauungsproblemen oder Gallenproblemen vorteilhaft sein.

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist die antioxidative Wirkung von Curcumin. Antioxidantien helfen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren, die Zellschäden verursachen können. Diese antioxidativen Eigenschaften werden mit einer potenziellen Prävention von Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Echinacea (Purpursonnenhut)

Echinacea purpurea

Traditionelle Verwendung: stärkt das Immunsystem

Echinacea, auch als Sonnenhut bekannt, ist eine Pflanze, die seit langem für ihre potenziellen gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt wird. Insbesondere wird ihr eine positive Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben. Die Pflanze enthält verschiedene bioaktive Verbindungen, darunter Flavonoide, Alkaloide und ätherische Öle, die dazu beitragen können, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken.

Eine der Hauptanwendungen von Echinacea ist die Verkürzung der Dauer von Erkältungen und anderen Atemwegsinfektionen. Studien deuten darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von Echinacea-Präparaten die Häufigkeit von Erkältungen verringern und die Erholungszeit bei bereits bestehenden Infektionen verkürzen kann. Dies wird auf die immunstimulierenden Eigenschaften der Pflanze zurückgeführt.

Darüber hinaus wird Echinacea oft bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Die entzündungshemmenden Eigenschaften können bei verschiedenen Beschwerden, wie beispielsweise Gelenkschmerzen, unterstützend wirken. Auch in der Naturheilkunde wird Echinacea für seine positive Wirkung bei Hautproblemen, wie Ekzemen oder Hautentzündungen, geschätzt.

Eichenrinde

Quercus robur

Traditionelle Verwendung: Kotwasser, Durchfall

Die Heilwirkung von Eichenrinde ist seit langem in der traditionellen Medizin bekannt und wird aufgrund ihrer zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Die Rinde der Eiche enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, darunter Tannine, Flavonoide und Gerbstoffe, die für ihre heilenden Eigenschaften verantwortlich sind.

Eichenrinde wird häufig für ihre entzündungshemmenden und adstringierenden Eigenschaften geschätzt. Die enthaltenen Gerbstoffe können dazu beitragen, Entzündungen zu lindern und die Haut zu straffen. Dies macht sie zu einer beliebten Zutat in Salben und Cremes zur äußerlichen Anwendung bei Hauterkrankungen wie Ekzemen, Dermatitis oder leichten Verbrennungen.

In der Volksmedizin wird Eichenrinde auch für ihre mögliche positive Wirkung bei Durchfallerkrankungen geschätzt. Die enthaltenen Gerbstoffe können dazu beitragen, den Stuhlgang zu regulieren und somit zur Linderung von Durchfall beizutragen.

Fenchel

Foeniculum vulgare

Traditionelle Verwendung: schleimlösend, blähungswidrig

Fenchel ist nicht nur als Gewürz in der Küche beliebt. Die Pflanze enthält ätherische Öle, Flavonoide, Vitamine und Mineralstoffe, die verschiedene positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.

Eine der bekanntesten Heilwirkungen von Fenchel ist seine verdauungsfördernde Eigenschaft. Fencheltee wird häufig bei Magenbeschwerden, Blähungen und Verdauungsproblemen eingesetzt. Die ätherischen Öle im Fenchel können Krämpfe im Verdauungstrakt lindern und die Produktion von Verdauungssäften anregen.

Darüber hinaus wird Fenchel auch für seine entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften geschätzt. Fenchel kann bei Erkältungen und Husten helfen, indem es dazu beiträgt, Schleim zu lösen und die Atemwege zu beruhigen. Der hohe Gehalt an Antioxidantien stärkt zudem das Immunsystem.

Flohsamen

Plantago ovata

Flohsamen, auch bekannt als Psyllium, sind kleine Samen der Pflanze Plantago ovata, die seit langem für ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt werden. Die Hauptkomponente der Flohsamen ist lösliche Ballaststoffe, die eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Darmgesundheit spielen.

Die Heilwirkung von Flohsamen erstreckt sich hauptsächlich auf den Verdauungstrakt. Durch die Aufnahme von Wasser quellen die Samen auf und bilden eine gelartige Masse, die die Darmbewegungen fördert. Dies kann bei Verstopfung helfen, indem der Stuhl auf natürliche Weise erweicht wird und so die Darmtätigkeit erleichtert.

Darüber hinaus können Flohsamen auch dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Die löslichen Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme von Glukose, was besonders für Pferde mit Insulinresistenz von Vorteil ist. Zudem unterstützen sie die Senkung des Cholesterinspiegels im Blut, indem sie Gallensäuren binden und deren Ausscheidung fördern.

Flohsamen werden auch in verschiedenen Detox-Programmen eingesetzt, um den Körper von Giftstoffen zu befreien. Durch die Förderung einer gesunden Verdauung und die Unterstützung der Ausscheidung von Abfallstoffen kann diese Pflanze einen positiven Beitrag zur Gesundheit des gesamten Organismus leisten.

Goldrute

Solidago virgaurea

Traditionelle Verwendung: Nieren reinigend, entzündungshemmend

Die Goldrute, wissenschaftlich Solidago genannt, ist eine Pflanze, die in der traditionellen Medizin aufgrund ihrer vielfältigen heilenden Eigenschaften geschätzt wird. Die Pflanze enthält eine Fülle von bioaktiven Verbindungen, darunter Flavonoide, ätherische Öle und Saponine, die für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt sind.

Eine der herausragenden heilenden Wirkungen der Goldrute ist ihre harntreibende Eigenschaft. Sie wird oft zur Unterstützung der Nieren- und Blasengesundheit eingesetzt, da sie dazu beitragen kann, überschüssige Flüssigkeiten aus dem Körper zu eliminieren. Dieser Effekt kann besonders bei Menschen mit Harnwegsproblemen oder leichten Nierenproblemen vorteilhaft sein.

Darüber hinaus wird der Goldrute auch eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Sie kann bei der Linderung von Entzündungen im Körper behilflich sein, was sie zu einer potenziell unterstützenden Maßnahme bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen macht.

Grüner Tee

Camellia sinensis

Traditionelle Verwendung: Stärkung des Herz-Kreislaufsystems, Stärkung des Immunsystems, entzündungshemmend

Grüner Tee wird seit Jahrhunderten wegen seiner vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Diese erstaunliche Tasse Tee enthält eine Fülle von Antioxidantien, insbesondere Katechine, die als starke natürliche Verbindungen gelten. Diese Katechine, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG), sind für viele der gesundheitsfördernden Eigenschaften von grünem Tee verantwortlich.

Eine der bemerkenswertesten Heilwirkungen von grünem Tee ist seine positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Studien legen nahe, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee das Risiko von Herzkrankheiten und Schlaganfällen reduzieren kann. Die Antioxidantien im grünen Tee helfen, die Blutgefäße zu schützen, den Cholesterinspiegel zu senken und den Blutdruck zu regulieren.

Grüner Tee kann auch dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und Entzündungen im Körper zu reduzieren. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von grünem Tee können bei der Vorbeugung von verschiedenen Krankheiten und Gesundheitsproblemen eine Rolle spielen.

Des Weiteren wird grünem Tee eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Einige Studien deuten darauf hin, dass die in grünem Tee enthaltenen Katechine den Fettstoffwechsel anregen können, was wiederum beim Gewichtsmanagement unterstützend wirken könnte.

Grünlippmuschel

Perna canaliculus

Traditionelle Verwendung: kann fütterungsbedingten Mangelerscheinungen, die Gelenke, Sehnen und den gesamten Bewegungsapparat negativ beeinflussen, entgegenwirken

Die Grünlippmuschel oder auch Grünschalmuschel genannt, ist ein Mittel zur Behandlung von degenerativen Gelenkerkrankungen (z.B. Arthrose), wird aber auch zur Vorbeugung genutzt. Forscher entdeckten, dass die Ureinwohner Neuseelands (Maori), welche in Küstennähe siedeln, auch im hohen Alter an so gut wie keinen degenerativen Gelenkerkrankungen leiden. Bei der Ursachenforschung stieß man auf die Grünlippmuschel, die ein wichtiger Nahrungsbestandteil der Maori ist. 

Die Grünlippmuschel enthält Mineralstoffe, Omega-3-Fettsäuren, Lipide, Vitamine, Aminosäuren und Glykosaminoglykane, welchen aufbauende, schmerzlindernde, entzündungshemmende, gelenkschmierende und knorpelschützende Eigenschaften zugeschrieben werden. 

In einer 6-monatigen Studie der tierärztlichen Fakultät der Uni München konnte festgestellt werden, dass bei einer täglichen Dosis von 6g Grünlippmuschel-Extrakt die Lahmheiten von Pferden mit degenerativen Gelenkerkrankungen (röntgenologisch darstellbar) deutlich zurück gingen. Einige Pferde waren sogar Lahmheitsfrei.

Hagebutte

Rosa canina

Traditionelle Verwendung: Stärkung des Immunsystems, bei einem erhöhten Bedarf an Vitamin C

Die Hagebutte, die Frucht der Wildrose, erfreut sich nicht nur aufgrund ihres köstlichen Geschmacks großer Beliebtheit, sondern wird auch wegen ihrer vielfältigen gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Diese kleinen roten Früchte sind reich an Vitamin C, Vitamin A, B-Vitaminen, Eisen, Kalzium und Antioxidantien.

Eine der herausragenden Heilwirkungen der Hagebutte ist ihre Unterstützung des Immunsystems durch das hohe Vitamin-C-Gehalt. Vitamin C ist bekannt für seine Rolle bei der Stärkung der Abwehrkräfte und dem Schutz vor Erkältungen und anderen Infektionen. Darüber hinaus trägt es zur Kollagenbildung bei, was wichtig für die Gesundheit von Haut, Zähnen und Bindegewebe ist.

Die Antioxidantien in Hagebutten helfen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren, was den Alterungsprozess verlangsamen und das Risiko von chronischen Krankheiten verringern kann. Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Hagebutte können zudem bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen, wie Arthritis, lindernd wirken.

Die enthaltenen B-Vitamine, Eisen und Kalzium unterstützen die Blutbildung und stärken das Skelett. Das Eisen ist besonders wichtig für die Vorbeugung von Eisenmangelanämie, während Kalzium die Knochengesundheit fördert.

Himbeerblätter

Rubus idaeus

Traditionelle Verwendung: blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzlindernd

Himbeerblätter werden seit langem in der Volksmedizin für ihre potenziellen heilenden Eigenschaften geschätzt. Hier sind einige der möglichen gesundheitlichen Vorteile von Himbeerblättern:

Frauenheilkunde: Himbeerblätter gelten als besonders vorteilhaft für Frauen, insbesondere während der Schwangerschaft. Sie werden traditionell eingesetzt, um die Gebärmutter zu stärken und die Muskulatur des Beckenbodens zu unterstützen. Dies kann dazu beitragen, Wehen während der Geburt zu erleichtern und den Geburtsprozess zu fördern. 

Vitamine und Mineralstoffe: Himbeerblätter enthalten eine Vielzahl von Nährstoffen, darunter Vitamine (wie Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E) sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium. Diese Elemente spielen eine entscheidende Rolle für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden. 

Antioxidative Eigenschaften: Die Blätter der Himbeerpflanze sind reich an Antioxidantien, die dazu beitragen können, schädliche freie Radikale im Körper zu neutralisieren. Dies wiederum kann vor vorzeitigem Altern schützen und das Risiko für bestimmte Krankheiten reduzieren.

Verdauungsfördernd: Himbeerblätter können auch eine beruhigende Wirkung auf den Magen haben und die Verdauung fördern. Der Tee aus Himbeerblättern wird manchmal bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen eingesetzt.

Ingwer

Zingiber officinale

Traditionelle Verwendung: entzündungshemmend

Ingwer ist der Menschheit schon sehr lange als Heilmittel gegen allerlei Beschwerden bekannt, doch den Durchbruch auch in der alternativen Behandlung von Pferden, schaffte er erst vor etwa einem Jahrzehnt als australische Wissenschaftler die entzündungshemmende Wirkung an Ratten belegten. 

Ingwer wirkt vor allem entzündungshemmend und daraus folgend schmerzlindernd. So wird er vorrangig bei Gelenkentzündungen, Arthrose, Hufrolle, Hufrehe, Spat… angewendet. 

Hierbei wirkt er ganz klassisch wie die Schulmedizin. Bestimmte Inhaltsstoffe (Gingerole und Shogaole) des Ingwers wirken wie die üblichen nichtsteroidalen Entzündungshemmer und bekämpfen so effektiv die Entzündung. Die schmerzlindernde Wirkung entsteht also in erster Linie durch die Bekämpfung der Ursache, nämlich der Entzündung. 

Großer Vorteil des Ingwers liegt darin, dass er nur sehr wenige Nebenwirkungen zeigt, insbesondere im Vergleich zu den nichtsteroidalen Entzündungshemmern, die die Organe schon nach kurzer Zeit angreifen und somit nur sehr zeitlich begrenzt eingesetzt werden können. 

Nebenwirkungen des Ingwers können in erster Linie Speiseröhren- und Magenschleimhaut-entzündungen sein, deshalb sollte Ingwer immer in eingeweichten Heucobs oder im Mash verfüttert werden, um die reizende Wirkung der Scharfstoffe zu mildern. 

Jeder Pferdebesitzer, der Ingwer anwenden möchte, ob nur kurzfristig als Notfallmedizin oder als Langzeittherapie, sollte die Problematik ausführlich mit seinem Tierarzt besprechen und die Risiken abwägen. 

Bei der Anwendung von Ingwer als alternative Behandlungsmethode ist vor allem der Gingerolgehalt zu beachten. Dieser sollte mindestens 2% betragen und mit der Hochdruckflüssigchromatografie (HPLC) ermittelt worden sein, damit der Ingwer auch als Entzündungshemmer eingesetzt werden kann. Afrikanischer Ingwer bewies sich als beste Wahl. Weiterhin sollte immer getrockneter Ingwer verwendet werden, da frischer Ingwer bis zu 85% Wasser enthält und die zu fütternden Mengen entsprechend nach oben korrigiert werden müssten, um eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen.

Kamille

Matricaria chamomilla

Traditionelle Verwendung: entzündungshemmend, beruhigend für Magen und Darm

Eine der bekanntesten Anwendungen der Kamille ist ihre beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Kamillentee wird oft bei Magenbeschwerden, wie Blähungen und leichten Krämpfen, eingesetzt. Die beruhigenden Eigenschaften der Kamille können auch bei Stress und Nervosität helfen, da sie eine entspannende Wirkung auf das Nervensystem haben.

Darüber hinaus wird Kamille oft zur äußerlichen Anwendung verwendet. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften kann Kamille bei Hautproblemen wie leichten Entzündungen, Ekzemen und Hautirritationen Linderung verschaffen. Kamillenextrakte werden auch in der Naturkosmetik häufig verwendet, um empfindliche Haut zu beruhigen.

Die ätherischen Öle der Kamille haben zudem eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Durch ihre entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften kann Kamille dazu beitragen, den Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern zu unterstützen.

Karotten

Daucus carota subsp. sativus

Karotten enthalten viele gesunde Nährstoffe, die Ihr Pferd gesund und vital halten und sich positiv auf Verdauung, Haut und Haar auswirken können, ebenso kann sich der Fellglanz verbessern. Dem Lagerproblem frischer Karotten (Gefahr des schimmlig werdens oder des Futterwertverlustes) kann mit Karotten-Chips vorgebeugt werden. Ebenso bieten diese durch ihre einfache, platzsparende und längere Lagerung die Möglichkeit, Ihrem Pferd auch im Winter die nötigen Vitamine zuzuführen. Auch für übergewichtige Pferde eignen sich die Karotten-Chips als alternatives Beifutter zu allen anderen Einzelfuttermitteln. Hier bietet sich die Möglichkeit das optimale, eigene Pferdemüsli zu kreieren.

  • besonders reich an Carotin und gesunden Nährstoffen
  • einfache, platzsparende und längere Lagerung
  • auch für übergewichtige Pferde geeignet
  • bieten die Möglichkeit das optimale, eigene Pferdemüsli zu kreieren

Klebkraut

Galium aparine

Traditionelle Verwendung: appetitanregend, entzündungshemmend, harntreibend, wundheilend, wirkt auf den Blutkreislauf und das Lymphsystem, wirkt kräftigend auf Haut, Fell und Hufe

Galium aparine, auch bekannt als Kletten-Labkraut oder klebrige Klette, wird in der traditionellen Medizin aufgrund seiner potenziellen heilenden Eigenschaften geschätzt. Die Pflanze ist in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet und wird oft für ihre vielfältigen Anwendungen genutzt.

Eine der Hauptanwendungen von Klebkraut liegt in seiner harntreibenden Wirkung. Durch die Förderung der Harnproduktion kann diese Pflanze dazu beitragen, überschüssige Flüssigkeiten und Giftstoffe aus dem Körper zu eliminieren. Dies kann insbesondere bei Problemen mit Wassereinlagerungen oder milden Formen von Ödemen von Vorteil sein.

Darüber hinaus wird Klebkraut aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Diese können bei der Linderung von Entzündungen im Körper behilflich sein, was wiederum verschiedene Beschwerden und Schmerzen reduzieren kann. Dies macht die Pflanze besonders interessant für Pferde, die unter entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis oder Arthrose leiden.

Knoblauch

Alium sativum

Traditionelle Verwendung: stärkt die Immunabwehr, regt den Stoffwechsel an, entzündungshemmend, infektionshemmend, natürlicher Insektenschutz

Knoblauch ist nicht nur eine beliebte Zutat in der Küche, sondern wird auch seit Jahrhunderten für seine potenziellen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Die Heilwirkungen von Knoblauch sind auf seine reichen Schwefelverbindungen zurückzuführen, insbesondere auf das Allicin, das bei der Zerkleinerung oder Zerdrückung von Knoblauch freigesetzt wird.

Eine der bekanntesten Eigenschaften von Knoblauch ist seine entzündungshemmende Wirkung. Er kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren und somit zur Vorbeugung verschiedener Krankheiten beitragen. Darüber hinaus wird Knoblauch auch oft mit einer positiven Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System in Verbindung gebracht. Es kann den Blutdruck senken, den Cholesterinspiegel regulieren und die Blutzirkulation verbessern.

Knoblauch wird auch aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften geschätzt. Es hat potenziell antibiotische und antivirale Wirkungen, die dazu beitragen können, Infektionen im Körper zu bekämpfen.

Kümmel

Carum carvi

Traditionelle Verwendung:  krampflösend, stark entblähend, antibakteriell, fungizid, Hemmung von Gär- und Fäulnisprozessen im Darm, Kolikprophylaxe, bei Magen-Darm-Beschwerden (Koliken)

Kümmel ist eine aromatische Pflanze, die in vielen Kulturen als Gewürz und Heilkraut verwendet wird. Die Heilwirkungen von Kümmel sind vielfältig und reichen von Verdauungsförderung bis hin zu beruhigenden Eigenschaften.

Eine der bekanntesten Wirkungen von Kümmel ist seine positive Beeinflussung des Verdauungssystems. Die ätherischen Öle im Kümmel, insbesondere Carvon und Limonen, tragen zur Entspannung der glatten Muskulatur im Magen-Darm-Trakt bei. Dies kann dazu beitragen, Blähungen, Krämpfe und Verdauungsbeschwerden zu lindern. Deshalb wird Kümmel häufig als Hausmittel gegen Verdauungsprobleme eingesetzt, sei es in Form von Kümmeltee oder als Gewürz in Speisen.

Darüber hinaus werden dem Kümmel auch entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Die in Kümmel enthaltenen Antioxidantien können dazu beitragen, oxidative Stressreaktionen im Körper zu reduzieren und somit entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken.

Lavendel

Lavendula

Traditionelle Verwendung: entspannend, Wundreinigung, vertreibt Insekten

Lavende ist eine duftende Pflanze, die nicht nur für ihre angenehme Aromen, sondern auch für ihre vielfältigen Heilwirkungen geschätzt wird. Die beruhigenden Eigenschaften von Lavendel machen ihn zu einer beliebten Wahl in der Aromatherapie und Naturheilkunde.

Das ätherische Öl des Lavendels hat nachweislich entspannende Eigenschaften, die dazu beitragen können, Stress und Angstzustände zu reduzieren. Der angenehme Duft des Lavendels wirkt beruhigend auf das Nervensystem und fördert einen erholsamen Schlaf. Viele Menschen nutzen Lavendel als Mittel gegen Schlafstörungen und Schlaflosigkeit.

Darüber hinaus wird Lavendelöl auch für seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften geschätzt. Es kann bei Hautproblemen wie kleinen Wunden, Verbrennungen oder Insektenstichen helfen, die Heilung zu fördern. Einige Menschen verwenden Lavendel auch, um Kopfschmerzen und Migräne zu lindern, indem sie das Öl auf Schläfen und Stirn auftragen.

In der Aromatherapie wird Lavendel oft zur Förderung von Entspannung und Wohlbefinden eingesetzt. Das Einatmen des Duftes kann dazu beitragen, Spannungen abzubauen und den Geist zu beruhigen. Lavendelbäder sind ebenfalls beliebt, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und Stress abzubauen.

Leinsamen

Linum usitatissimum

Traditionelle Verwendung: trägt zu einer gesunden Darmflora bei, zur Vorbeugung von Koliken, für Haut, Fell und Hufe

Leinsamen, auch als Flachs oder Leinsaat bekannt, werden seit Jahrhunderten für ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Diese kleinen Samen sind reich an Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen, was sie zu einer nährstoffreichen Ergänzung für die Ernährung macht.

Eine der herausragenden Heilwirkungen von Leinsamen liegt in ihrer positiven Wirkung auf die Verdauung. Die löslichen Ballaststoffe in den Samen bilden eine gelartige Substanz, die die Darmbewegungen fördert und somit Verstopfung entgegenwirkt. Gleichzeitig können sie überschüssige Flüssigkeit absorbieren, was bei Durchfall hilfreich sein kann.

Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Alpha-Linolensäure (ALA), tragen zur Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems bei. Sie können den Cholesterinspiegel senken, Entzündungen reduzieren und das Risiko von Herzkrankheiten minimieren.

Darüber hinaus können Leinsamen auch bei der Regulation des Blutzuckerspiegels helfen, was insbesondere für Pferde mit Insulinresistienz von Bedeutung ist. Die Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Insulinempfindlichkeit positiv.

Die antioxidativen Eigenschaften von Leinsamen tragen dazu bei, Zellschäden durch freie Radikale zu minimieren, was wiederum den Alterungsprozess verlangsamen kann. Die entzündungshemmenden Eigenschaften können auch bei verschiedenen Entzündungszuständen im Körper unterstützend wirken.

Löwenzahn

Taraxacum officinale

Traditionelle Verwendung: reinigt Galle und Leber, blutreinigend, stoffwechselanregend, bei Hufrehe, im Fellwechsel und bei Ekzemen

Löwenzahn wird seit langem in verschiedenen Kulturen für seine potenziellen Heilwirkungen geschätzt. Die Pflanze ist weit verbreitet und oft als lästiges Unkraut bekannt, aber ihre positiven Eigenschaften machen sie zu einer wertvollen Ressource in der Naturheilkunde.

Die Hauptbestandteile des Löwenzahns, darunter Flavonoide, Bitterstoffe, Inulin und Vitamin C, verleihen ihm seine heilenden Eigenschaften. Traditionell wird Löwenzahn zur Unterstützung der Lebergesundheit eingesetzt. Die Bitterstoffe fördern die Produktion von Gallenflüssigkeit, was die Verdauung unterstützen kann. Dies kann dazu beitragen, Leberfunktion und Stoffwechsel zu regulieren.

Darüber hinaus wird Löwenzahn oft als harntreibendes Mittel verwendet, was bedeutet, dass er die Harnproduktion fördern kann. Dies kann dazu beitragen, überschüssige Flüssigkeit und Toxine aus dem Körper zu entfernen, was sich positiv auf die Nierenfunktion auswirken kann.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Löwenzahn machen ihn auch zu einer potenziellen Unterstützung bei entzündlichen Erkrankungen. Studien deuten darauf hin, dass die Pflanze antioxidative Wirkungen hat, die dazu beitragen können, Zellschäden zu reduzieren.

Mädesüß

Filipendula ulmaria

Traditionelle Verwendung: Fieber senkend, schmerzlindernd, blutreinigend, entzündungshemmend

Mädesüß ist eine Pflanze, die in der traditionellen Medizin seit Jahrhunderten geschätzt wird. Diese Heilpflanze enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, darunter Salicylate, Flavonoide und ätherische Öle, die ihr eine beeindruckende therapeutische Wirkung verleihen.

Eine der herausragenden Eigenschaften von Mädesüß ist seine entzündungshemmende Wirkung, die auf die Salicylate zurückzuführen ist. Diese Verbindungen wirken ähnlich wie Aspirin und können bei der Linderung von Schmerzen und Entzündungen unterstützen. Daher wird Mädesüß oft bei Beschwerden wie Kopfschmerzen, rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen eingesetzt.

Darüber hinaus ist Mädesüß für seine schweißtreibende Wirkung bekannt. Diese Eigenschaft macht es zu einem beliebten Kraut bei der Behandlung von Fieber und Erkältungen, da es den Körper dazu anregt, überschüssige Hitze durch verstärktes Schwitzen abzuleiten.

Die Flavonoide in Mädesüß tragen zur antioxidativen Wirkung bei, die die Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen kann. Dies könnte dazu beitragen, den Alterungsprozess zu verlangsamen und das Risiko von bestimmten Krankheiten zu verringern.

Mariendistel

Silybum marianum

Traditionelle Verwendung: Leber reinigend und regenerierend, entgiftend

Die Mariendistel ist eine Pflanze, die für ihre potenziellen gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt wird. Insbesondere ihre Samen enthalten eine Vielzahl von Wirkstoffen, darunter das bioaktive Flavonoid Silymarin. Die Mariendistel wird oft für ihre positive Wirkung auf die Leber geschätzt.

Silymarin, das Hauptwirkstoff der Mariendistel, wird mit verschiedenen gesundheitsfördernden Eigenschaften in Verbindung gebracht. In erster Linie wird der Pflanze eine hepatoprotektive Wirkung zugeschrieben, was bedeutet, dass sie die Leber vor schädlichen Einflüssen schützen kann. Silymarin soll dabei helfen, Leberzellen zu regenerieren und vor giftigen Substanzen zu schützen.

Aufgrund dieser potenziellen Vorteile wird die Mariendistel in der Naturheilkunde oft bei Lebererkrankungen wie Leberzirrhose, Leberentzündungen oder Fettleber eingesetzt. Auch Pferde, die regelmäßig Medikamente einnehmen oder anderen Belastungen für die Leber ausgesetzt sind, könnten von den unterstützenden Eigenschaften der Mariendistel profitieren.

Melisse

Melissa officinalis

Traditionelle Verwendung: beruhigend, krampflösend, blähungswidrig

Die Heilwirkungen der Melisse sind vielfältig und erstrecken sich auf verschiedene Bereiche:

Beruhigende Wirkung: Melisse wird oft wegen ihrer beruhigenden Eigenschaften geschätzt. Der Konsum von Melissentee oder die Anwendung von Melissenöl kann dabei helfen, Stress und nervöse Unruhe zu reduzieren. Die enthaltenen ätherischen Öle haben eine entspannende Wirkung auf den Körper und Geist.

Schlaf fördernde Eigenschaften: Die beruhigende Wirkung der Melisse kann auch dazu beitragen, Schlafstörungen zu lindern. Ein beruhigender Melissentee vor dem Schlafengehen kann dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern und einen ruhigeren Schlaf zu fördern.

Verdauungsfördernde Effekte: Melisse wird traditionell auch für ihre positiven Auswirkungen auf das Verdauungssystem geschätzt. Sie kann helfen, Magenkrämpfe zu lindern und die Verdauung zu fördern. 

Antivirale Eigenschaften: Die Melisse weist antivirale Eigenschaften auf, die sie zu einer möglichen Unterstützung bei der Behandlung von Herpesinfektionen machen. Die ätherischen Öle der Pflanze können dabei helfen, die Heilungsprozesse zu beschleunigen.

Antioxidative Wirkung: Melisse enthält Antioxidantien, die dazu beitragen können, Zellschäden durch freie Radikale zu reduzieren. Dies kann dazu beitragen, den Alterungsprozess zu verlangsamen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Mönchspfeffer

Vitex agnus castus

Traditionelle Verwendung: Optimierung des Hormonhaushalts zum Beispiel bei Cushing, dauerrossigen Stuten, hengstigen Wallachen,... aber auch bei Narkolepsie

Wie der Name schon verrät, wurde der Mönchspfeffer früher den Mönchen und Nonnen gegeben, um ihnen zu helfen ihrem Keuchheitsgelöbnis treu zu bleiben. 

In der Pferdefütterung kann Mönchspfeffer den Hormonhaushalt regulieren und bei stark rossigen Stuten, dauerrossigen Stuten, „hengstigen“ Wallachen und sehr triebigen Hengsten helfen. 

Nach neuesten Erkenntnissen kann Mönchspfeffer außerdem bei Cushing-Syndrom unterstützen, da er die Hormonproduktion der Hypophyse reguliert. 

Zu beachten ist, dass Mönchspfeffer erst nach längerer Anwendung (4-8 Wochen) und entsprechender Dosierung seine Wirkung zeigt und somit nur als Langzeittherapie wirklich nützlich ist.

Pastinake

Pastinaca sativa

Die Pastinake ist ein wertvoller Mineralstofflieferant und enthält unter anderem Calzium, Kalium, Eisen, Magnesium und einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen.

Pfefferminze

Mentha piperita 

Traditionelle Verwendung: beruhigend, Magen-Darm-Störungen, bei Husten

Pfefferminze, wissenschaftlich bekannt als Mentha piperita, ist eine aromatische Pflanze, die für ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt wird. Die ätherischen Öle der Pfefferminze, insbesondere Menthol, verleihen ihr nicht nur ihr charakteristisches Aroma, sondern tragen auch zu zahlreichen heilenden Eigenschaften bei.

Eine der bekanntesten Wirkungen von Pfefferminze ist ihre Fähigkeit, die Atemwege zu beruhigen und zu öffnen. Ein einfacher Minztee kann bei Erkältungen oder Atemwegsproblemen Linderung verschaffen. Die ätherischen Öle wirken schleimlösend und können dabei helfen, Verspannungen in den Atemwegen zu lösen.

Pfefferminze wird auch oft zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Das Menthol in der Pfefferminze hat krampflösende Eigenschaften, die bei Verdauungsproblemen, wie beispielsweise Blähungen oder Krämpfen, helfen können.

Darüber hinaus wird Pfefferminze für ihre belebende Wirkung geschätzt. Der erfrischende Duft kann die Konzentration steigern und die mentale Wachheit fördern. Pfefferminzöl wird daher auch oft in Aromatherapie-Anwendungen verwendet.

Queckenwurzel

Agropyron repens

Traditionelle Verwendung: leicht harntreibend, stoffwechselanregend, entgiftend, entzündungshemmend

Die Wurzeln der Quecke enthalten eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, die verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen können.

Eine der Hauptanwendungen der Queckenwurzel liegt in ihrer möglichen entzündungshemmenden Wirkung. Substanzen wie Flavonoide und Phenolsäuren, die in der Wurzel vorhanden sind, können dazu beitragen, Entzündungsreaktionen im Körper zu modulieren. Dies könnte besonders bei Erkrankungen von Vorteil sein, die mit chronischen Entzündungen in Verbindung stehen.

Darüber hinaus wird der Queckenwurzel auch eine diuretische Wirkung zugeschrieben, was bedeutet, dass sie die Harnausscheidung fördern kann. Dies kann dazu beitragen, überschüssige Flüssigkeiten aus dem Körper zu entfernen und die Nierenfunktion zu unterstützen.

Ringelblume

Calendula officinalis 

Traditionelle Verwendung: wundheilend, Leber stärkend

Eine der herausragenden Eigenschaften der Ringelblume ist ihre entzündungshemmende Wirkung. Aufgrund von Substanzen wie Flavonoiden und Saponinen kann die Calendula Schwellungen reduzieren und die Heilung von Hautirritationen fördern. Dies macht sie zu einer beliebten Wahl bei der Behandlung von Hautproblemen wie Ekzemen, Verbrennungen oder Wunden.

Zusätzlich dazu wirkt die Ringelblume antiseptisch, was bedeutet, dass sie dazu beitragen kann, Infektionen zu verhindern oder zu bekämpfen. Die antimikrobiellen Eigenschaften machen sie nützlich bei der Pflege von Schnittwunden oder kleinen Verletzungen.

Die beruhigende Wirkung der Ringelblume erstreckt sich auch auf entzündete Schleimhäute, weshalb sie traditionell zur Unterstützung bei Mund- und Rachenentzündungen eingesetzt wird. Tee oder Spülungen mit Ringelblumenextrakt können hier lindernd wirken.

Nicht zuletzt ist die Ringelblume für ihre hautpflegenden Eigenschaften bekannt. In Form von Salben, Cremes oder Ölen angewendet, kann sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und so zur Regeneration beitragen.

Salbei

Salvia officinalis

Traditionelle Verwendung: als natürliches Antibiotikum, Gastritis, Durchfall, Entzündungen der oberen Atemwege, Hauterkrankungen, Ekzem

Salbei, mit seinem wissenschaftlichen Namen Salvia officinalis, ist eine vielseitige Pflanze, die nicht nur in der Küche Verwendung findet, sondern auch aufgrund ihrer zahlreichen gesundheitlichen Vorteile geschätzt wird. Die Heilwirkung von Salbei erstreckt sich über verschiedene Bereiche und wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin geschätzt.

Eine der bekanntesten Eigenschaften von Salbei ist seine entzündungshemmende Wirkung. Die enthaltenen ätherischen Öle und Antioxidantien können dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Dies macht Salbei zu einem beliebten Mittel bei Erkrankungen wie Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Zusätzlich hat Salbei eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Er kann bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Krämpfen lindernd wirken.

Darüber hinaus wird Salbei oft zur Unterstützung der Atemwege verwendet. Seine schleimlösenden Eigenschaften können dazu beitragen, den Schleim zu lösen und somit Husten und Atemwegsprobleme zu lindern. In der Aromatherapie wird Salbeiöl auch zur Verbesserung der Atemwege eingesetzt.

Schafgarbe

Achillea millefolium

Traditionelle Verwendung: verdauungsfördernd, sekretionsfördernd, krampflösend, durchblutungsfördernd

Eine der bekanntesten Heilwirkungen der Schafgarbe ist ihre entzündungshemmende Eigenschaft. Die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide und ätherischen Öle können dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Dies macht die Schafgarbe zu einer beliebten Wahl bei der Behandlung von Entzündungszuständen, wie sie beispielsweise bei Magen-Darm-Beschwerden auftreten können.

Darüber hinaus wird der Schafgarbe auch eine krampflösende Wirkung zugeschrieben. Dies kann insbesondere bei Rossebeschwerden oder Verdauungsproblemen von Vorteil sein. Die Pflanze soll die Muskulatur entspannen und somit Schmerzen und Krämpfe lindern.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Schafgarbe ist ihre blutstillende Eigenschaft. Traditionell wurde die Pflanze äußerlich auf Wunden oder Schnitte aufgetragen, um die Blutung zu stoppen. Dies führte auch zu ihrem botanischen Namen "Achillea", abgeleitet von Achilles, dem griechischen Helden, der die Pflanze laut Mythologie zur Wundheilung nutzte.

Schwarzkümmel

Nigella sativa

Traditionelle Verwendung: Atemwege, Asthma, Hautprobleme, Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe (Allergien), Verdauung

Der Schwarzkümmel war schon bei den alten Ägyptern als wirksames Heilmittel gegen allerlei Beschwerden bekannt und wird auch heute noch in der Naturheilkunde des Orients gern angewendet. Schwarzkümmel soll bei Asthma, Keuchhusten, Allergien, Immunschwäche, Photosensibilität helfen, wirkt blutdrucksenkend und stoffwechselstabilisierend, verhindert Thrombosen und Krankheiten, verbessert die Milchqualität, beschleunigt die Wundheilung und fördert die Zellerneuerung. Er ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, B-Vitaminen und Folsäure. 

Schwarzkümmel wird in verschiedenen Darreichungsformen angeboten: 

  • Schwarzkümmelsaat
  • Schwarzkümmelöl
  • Schwarzkümmelpellets/ -granulat/ -schrot

Schwarzkümmelöl kann auch äußerlich angewendet werden. So hilft es gegen Parasiten, Bakterien und Pilze. 

Zur Fellpflege: 

  • ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl mit einem viertel Liter Wasser vermischen und gleichmäßig aufsprühen oder mit einem Tuchauftragen.

Wundheilung, Hautentzündungen, Ekzeme, Gelenkentzündungen und Mauke: 

  • Schwarzkümmelöl mit einem fusselfreien Tuch oder besser einer sterilen Kompresse vorsichtig einmassieren (Nicht bei offenen Wunden anwenden!)

Bakterien- und Pilzbelastung im Heu verringern: 

  • ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl mit Wasser vermischen und das Heu damit befeuchten

Seealge

Ascophyllum Nodosum

Traditionelle Verwendung: Förderung der Verdauung, Futterverwertung und des Fellwechsels, natürliche Mineralstoffversorgung

Wer auf synthetische Zusatzfuttermittel verzichten möchte, steht oft vor dem Problem der ausreichenden Mineralstoffversorgung. Die Seealge  bietet eine Alternative. 

Ascophyllum Nodosum (auch Knotentang genannt) gehört zu den Braunalgen und kommt hauptsächlich im Nordatlantik, der Nord- und Ostsee vor. Algen schöpfen einen unvergleichlichen Reichtum an Mineralien wie Natrium, Kalzium, Magnesium, Chlor, Schwefel, Phosphor, Jod, Eisen, Zink, Kupfer, Fluor, Mangan, Kobalt und Selen. Braunalgen bestehen zu 36% i.d.TM aus Mineralien, wobei der Proteingehalt mit 5-11% sehr gering ausfällt. Auch der Vitamingehalt der Seealge ist nicht zu verachten, vor allem wegen seiner vorbildlichen Ausgewogenheit. Sie enthält viele B-Vitamine (vor allem B2, B3, B12), Vitamin C (nur für alte/kranke Pferde wichtig) und sehr viel β-Carotin (Provitamin A = Vorstufe von Vitamin A).

Spitzwegerich

Plantago lanceolata

Traditionelle Verwendung: Entzündungen der oberen Luftwege, reizlindernd, entzündungshemmend

Die Blätter des Spitzwegerichs enthalten eine Reihe von bioaktiven Verbindungen, darunter Schleimstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe, die ihm seine heilenden Eigenschaften verleihen.

Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Spitzwegerichs ist seine entzündungshemmende Wirkung. Die in den Blättern enthaltenen Substanzen können helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren, was besonders bei Atemwegsbeschwerden wie Husten und Bronchitis von Vorteil ist. Spitzwegerich wird oft als Hustenmittel eingesetzt, da er beruhigend auf die Schleimhäute wirkt und gleichzeitig den Hustenreiz lindert.

Darüber hinaus wird Spitzwegerich auch für seine wundheilenden Eigenschaften geschätzt. Die enthaltenen Schleimstoffe bilden eine schützende Schicht über gereizten oder verletzten Geweben und fördern so die Regeneration der Haut. Dies macht Spitzwegerich zu einer nützlichen Pflanze zur äußerlichen Anwendung, beispielsweise bei kleinen Schnitten, Insektenstichen oder Hautirritationen.

Süßholzwurzel

Glycyrrhiza glabra

Traditionelle Verwendung: bei Husten, Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre, Koliken und Kolikprophylaxe, Virusinfektionen

Die Süßholzwurzel ist schon seit vielen Jahrtausenden bekannt und wurde schon im Altertum als Grundstoff für Süßigkeiten (Lackritz) und für heilende Erkältungs- und Magentees genutzt. Inzwischen sind über 400 Inhaltsstoffe bekannt, welche unter anderem bei Erkrankungen der Atemwege (Husten, Bronchialkatarrh, Asthma), Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren helfen können.

Weiterhin wurde entdeckt, dass die Süßholzwurzel gegen Herpesinfektionen wirkt und auch Headshaking positiv beeinflusst. 

Wirklich eine beeindruckende Pflanze (Arzneipflanze 2012), die nicht nur eine heilende Wirkung hat, sondern auch besonders gut schmeckt. Das wiederum liegt am enthaltenen Glycyrrhizin, welches 50mal süßer ist als Rohrzucker.  

Doch viel hilft nicht immer viel! Die Süssholzwurzel sollte nur in Maßen (2-4g pro 100kg Körpergewicht) und nicht länger als 6 Wochen verfüttert werden. Die Inhaltsstoffe wirken auf das Hormonsystem, den Elektrolythaushalt (erhöht die Kaliumausscheidung) und bestimmte Medikamente. So sollten Pferde mit Herzleiden, Nierenerkrankungen und Stoffwechselstörungen auf die Einnahme verzichten. 

Teufelskralle

Harpagophytum procumbens

Traditionelle Verwendung: entzündungshemmend, schmerzlindernd

Die Teufelskralle wächst hauptsächlich in der Kalahari-Wüste (Afrika) und wird dort traditionell als Heilpflanze eingesetzt. Durch ihre entzündungshemmenden, schmerzlindernden und knorpelschützenden Eigenschaften wird sie vornehmlich in der Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen eingesetzt. Wie bei vielen anderen Heilpflanzen tritt die Wirkung mit zeitlicher Verzögerung ein und sollte deshalb als Langzeittherapie angewendet werden. 

Untersuchungen ergaben, dass die Wirkung der Teufelskralle durchaus mit der von Cortison und Phenylbutazon vergleichbar ist, allerdings ohne die entsprechenden Nebenwirkungen. 

Ebenso unterstützt sie den Stoffwechsel und wird bei Leber-, Nieren- und Blasenleiden eingesetzt. Durch ihre sekretionsfördernden und Gebärmutterstimulierenden Eigenschaften sollte die Teufelskralle aber nicht bei bestehenden Magen-Darmschleimhautentzündungen/Magengeschwüren und in der Trächtigkeit eingesetzt werden.

Thymian

Thymus vulgarus

Traditionelle Verwendung: bei Bronchitis, antibakteriell, schleimlösend

Eine der wichtigsten Eigenschaften des Thymians ist seine entzündungshemmende Wirkung. Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle, wie Thymol, haben nachweislich antiseptische und antibakterielle Eigenschaften, die dazu beitragen können, Infektionen in Atemwegen zu bekämpfen. Thymian wird daher oft zur Linderung von Erkältungen, Husten und Halsschmerzen eingesetzt.

Darüber hinaus enthält Thymian antioxidative Verbindungen, die die Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen können. Dieser antioxidative Schutz kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und den Alterungsprozess zu verlangsamen.

Die ätherischen Öle des Thymians können auch bei der Linderung von Atemproblemen, wie Asthma oder Bronchitis, unterstützend wirken. Die entspannende Wirkung auf die Atemwege fördert das Abhusten von Schleim und erleichtert das Atmen.

Thymian wird auch für seine positive Wirkung auf die Verdauung geschätzt. Er kann helfen, Blähungen zu reduzieren, die Magen-Darm-Funktion zu fördern und die Verdauungsenzyme anzuregen.

Weidenrinde

Salicis cortex

Traditionelle Verwendung: entzündungshemmend, schmerzlindernd, bei Hufrehe und Gelenkbeschwerden

Die Weide ist eine der bekanntesten schmerzlindernden Heilpflanzen, welche schon vor Jahrhunderten zur Behandlung von Fieber, Entzündungen und Schmerzen eingesetzt wurde. Hauptwirkstoff ist das Salicin, welches sich in synthetischer Form (Acetylsalicylsäure) in zahlreichen Medikamenten (z.B. Aspirin) wieder findet.  In der Phytotherapie wird sie vornehmlich bei fieberhaften Erkrankungen, rheumatischen Beschwerden und schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Zudem fördert sie die Harnsäureausscheidung. (Zu viel Harnsäure ist mitverantwortlich für Entzündungsreaktionen in den Gelenken.)

Weißdorn

Crataegus monogyna

Traditionelle Verwendung: Herz-Kreislauf unterstützend 

Weißdorn ist eine Pflanzengattung, die verschiedene Arten von Bäumen und Sträuchern umfasst. Diese Pflanze wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin aufgrund ihrer potenziellen heilenden Eigenschaften geschätzt, insbesondere in Bezug auf das Herz-Kreislauf-System. Hier sind einige der möglichen Heilwirkungen von Weißdorn:

Herz-Kreislauf-Gesundheit: Weißdorn wird oft zur Unterstützung der Herzgesundheit eingesetzt. Er soll die Durchblutung verbessern, den Blutdruck regulieren und die Herzfunktion stärken. Die in Weißdorn enthaltenen Flavonoide können dazu beitragen, die Elastizität der Blutgefäße zu erhöhen und so die Herzarbeit zu entlasten.

Herzinsuffizienz: Studien deuten darauf hin, dass Weißdorn bei leichter bis mäßiger Herzinsuffizienz unterstützend wirken kann. Es wird angenommen, dass die Pflanze die Herzleistung verbessern und Symptome wie Müdigkeit und Atemnot reduzieren kann.

Blutdruckregulierung: Die Inhaltsstoffe von Weißdorn können dazu beitragen, den Blutdruck zu stabilisieren, insbesondere bei leicht erhöhtem Blutdruck. Dies könnte dazu beitragen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Antioxidative Wirkung: Weißdorn enthält Antioxidantien, die dazu beitragen können, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Dieser Schutzmechanismus ist wichtig, um Entzündungen zu reduzieren und die allgemeine Gesundheit zu fördern.

Quellen:
Walter Salomon "Naturheilkunde für Pferde"
Hans-Peter Karp "Gesunde Pferdefütterung"
Ingolf Bender, Tina Maria Ritter "Praxishandbuch Pferdegesundheit"
Ingolf Beder, Tina Maria Ritter "Futter-Lexikon Pferde"
Kaja Kreiselmeier "Pferde gesund und vital durch Heilkräuter"
Cornelia Wittek "Von Apfelessig bis Teebaumöl"
Siegrid Hirsch & Felix Grünberger "Die Kräuter in meinem Garten"
Meyer, Coenen, Vervuert "Pferdefütterung"
Peter Hoffmann "Lexikon der Arzneipflanzen" 
Dr. Christina Fritz "Pferde fit füttern"